Erschöpfung und Burnout

Chronische Überlastung · berufliche Krisen · psychosomatische Beschwerden · wiederkehrende Erschöpfung · Neurodivergenz und Erschöpfung


Erschöpfung kann sehr unterschiedliche Hintergründe haben. Arbeits- und Lebensbedingungen können ebenso eine Rolle spielen wie körperliche Veränderungen, biografisch entwickelte Bewältigungsstrategien oder eine bislang nicht erkannte bzw. spät diagnostizierte Neurodivergenz. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen.

Gerade bei langanhaltender oder wiederkehrender Erschöpfung lohnt deshalb ein genauerer Blick.

In der Therapie geht es zunächst darum, Entlastung und Stabilität zu schaffen. Anschließend können wir genauer untersuchen, was die Erschöpfung beeinflusst und aufrechterhält.

Mögliche Schwerpunkte sind:

  • Stabilisierung und Entlastung – herausfinden, was aktuell Druck reduziert und Regeneration ermöglicht.
  • Psychoedukation – Erschöpfung, Stressreaktionen und eigene Warnsignale besser verstehen.
  • Belastungsmuster sichtbar machen – konkrete Situationen betrachten und Zusammenhänge zwischen Anforderungen, automatischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten erkennen.
  • Regulation und Regeneration – individuell passende Entspannungs- und Regulationsstrategien entwickeln, die sich tatsächlich in den Alltag integrieren lassen.
  • Bisherige Strategien neu einordnen – würdigen, was lange getragen hat, und überprüfen, was heute weiterhin hilfreich ist oder inzwischen zu viel Kraft kostet.
  • Bedingungen betrachten – unterscheiden, wo eigene Denk- und Handlungsmuster verändert werden können und wo äußere, berufliche oder soziale Bedingungen zur Belastung beitragen.
  • Veränderungen erproben – neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln, im Alltag ausprobieren und gemeinsam auswerten.

Ziel ist dabei nicht, möglichst schnell wieder zu funktionieren, sondern einen Umgang mit Belastung zu entwickeln, der langfristig tragfähig ist und das Leben bereichert.

Women´s Mental Health

PMDS · Perimenopause · Wechseljahre · hormonassoziierte Stimmungssymptome · Erschöpfung und veränderte Belastbarkeit

Hormonassoziierte Beschwerden können schwer einzuordnen sein. Stimmung, Schlaf, Konzentration und Belastbarkeit verändern sich, manchmal phasenweise und manchmal über längere Zeit – und häufig ist zunächst unklar, was körperlich bedingt ist, was als psychische Reaktion darauf entsteht und welche anderen Belastungen zusätzlich eine Rolle spielen.
In der therapeutischen Begleitung geht es deshalb zunächst darum, Struktur in dieses Erleben zu bringen.


  • Beobachten: Gemeinsam tragen wir vorhandene medizinische Befunde, bisherige Erfahrungen und psychische sowie körperliche Beschwerden zusammen. Dafür stelle ich bewährte Tools zum strukturierten täglichen Symptomtracking zur Verfügung. Mit der Zeit kann daraus vielmehr eine individuelle Orientierungshilfe entstehen: Was kündigt schwierige Phasen an? Was verändert sich? Was hilft?

  • Verstehen: Psychoedukation ist ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit. Dazu gehört, verständlich zu machen, was über hormonassoziierte psychische Veränderungen bekannt ist. Gleichzeitig betrachten wir die individuelle Situation: Welche Beschwerden treten wann auf? Welche Reaktionen entstehen darauf? Welche bisherigen Strategien helfen – und welche erzeugen möglicherweise zusätzlichen Druck? Gerade bei Beschwerden, die über Jahre schwer einzuordnen waren, kann dieses Verständnis bereits entlasten.

  • Regulieren: Für besonders belastende Phasen können konkrete, individuell passende Regulations- und Entspannungsstrategien entwickelt werden. Gemeinsam wird ausprobiert, was zur jeweiligen Situation, Belastbarkeit und Lebensrealität tatsächlich passt.

  • Kommunizieren: Hormonassoziierte psychische Beschwerden betreffen häufig auch Beziehungen und Arbeitsleben. Wiederkehrender Rückzug, Reizbarkeit, Erschöpfung oder eine veränderte Belastbarkeit können für das Umfeld schwer verständlich sein. Deshalb kann ein weiterer Schwerpunkt darin liegen, eine eigene Kommunikationsstrategie zu entwickeln: Was möchte ich erklären?
    Was möchte ich für mich behalten? Was brauche ich in schwierigen Phasen?
    Wie kann ich Grenzen und Bedürfnisse vermitteln, ohne mich ständig rechtfertigen zu müssen? Bei Bedarf können dafür auch individuelle psychoedukative Materialien für Bezugspersonen entwickelt werden.

  • Neu einordnen: Besonders in der Perimeno- und Menopause geht es häufig darum, bereits vorhandene Strategien an veränderte körperliche und psychische Bedingungen anzupassen. Auch Fragen zu Selbstbild, Leistungsfähigkeit, Körper, Beziehungen, Älterwerden oder gesellschaftlichen Vorstellungen von Weiblichkeit können dabei eine Rolle spielen.

Krisen

Themen

Berufliche Neuorientierung · persönliche Krisen · Beziehung und Bindung · schwierige Entscheidungen · veränderte Lebensbedingungen


In einer Krise muss nicht sofort eine große Lösung gefunden werden. Manchmal besteht der erste Schritt darin, wieder genügend Stabilität und Überblick zu gewinnen, um überhaupt entscheiden zu können.


Je nach Situation kann es gehen um:

  • Stabilisieren – aktuelle Belastungen sortieren und herausfinden, was kurzfristig Sicherheit und Entlastung schafft.
  • Ressourcen aktivieren – einen konkreten Plan für schwierige Situationen entwickeln und vorhandene Unterstützung wieder zugänglich machen.
  • Orientierung gewinnen – Bedürfnisse, Möglichkeiten und äußere Bedingungen auseinanderhalten und unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen.
  • Entscheidungen vorbereiten – Methoden nutzen, die helfen, Entscheidungen nicht ausschließlich aus dem momentanen Belastungszustand heraus zu treffen.
  • Veränderungen begleiten – neue Schritte ausprobieren, Erfahrungen auswerten und den weiteren Weg entsprechend anpassen.


Nicht jedes Anliegen braucht einen längeren Therapieprozess. Psychologische Beratung kann auch punktuell sinnvoll sein, wenn eine konkrete Situation sortiert, eine Entscheidung vorbereitet oder eine Veränderungsphase begleitet werden soll.

Beratung von Angehörigen und Bezugspersonen

Psychische Belastungen und Veränderungen betreffen häufig auch Partnerschaft, Familie und andere wichtige Beziehungen.


Unverständnis und Unsicherheit im Umfeld können zusätzlichen Druck erzeugen. Umgekehrt kann es entlastend sein, wenn wichtige Bezugspersonen besser verstehen, was gerade passiert und welche Unterstützung hilfreich ist.

Deshalb biete ich auch Beratung und Psychoedukation für Angehörige an.


In der Angehörigenberatung kann es darum gehen:

  • Verstehen – grundlegendes Wissen über die jeweilige psychische Belastung und mögliche Veränderungen im Verhalten erhalten.
  • Kommunikation erleichtern – herausfinden, welche Informationen hilfreich sind und wie über Belastungen und Bedürfnisse gesprochen werden kann.
  • Unterstützung klären – unterscheiden, was tatsächlich entlastet und was möglicherweise zusätzlichen Druck erzeugt.
  • Eigene Grenzen wahrnehmen – auch die Belastung und Bedürfnisse der Angehörigen berücksichtigen.
  • Gemeinsam handlungsfähiger werden – konkrete Absprachen für schwierige Situationen und den Alltag entwickeln.

Angehörigenberatung kann einzeln oder ergänzend zu einer laufenden Therapie sinnvoll sein.

Alternativ können Materialien erarbeitet werden, mit denen Betroffene ihr Umfeld selbst informieren und eigene Bedürfnisse verständlicher kommunizieren können.